Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt auf dem Gebiet der Gesundheitsökonomie ist das unvermeidliche Ergebnis der Kombination aus einem ausgeprägten persönlichen Interesse und einem akademischen Hintergrund in beiden relevanten Disziplinen, der Humanmedizin und der Wirtschafts-wissenschaften.

Besondere Arbeitsschwerpunkte liegen auf Fragestellungen wie

  • Theoretische Grundlagen der Gesundheitsökonomie;
  • Finanzierung des Gesundheitssystems einschließlich der Herausforderung rationaler Ressourcenallokation;
  • Ökonomische Evaluation von medizinischen Interventionen;
  • Epidemiologie, Ressourceninanspruchnahme,
    Qualität und Kosten im Zusammenhang mit spezifischen Indikationen;
  • Ökonomie der pharmazeutischen Industrie und der Arzneimittelmärkte.

Derzeitige Schwerpunkte haben sich herausgebildet auf den Gebieten gastrointestinaler Störungen, Krebserkrankungen (Onkologie) und Störungen des Zentralnervensystems, einschließlich psychiatrischer und psychischer Erkrankungen
- hier nicht zuletzt der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) - vgl. auch P&P:
Präsentationen
& Publikationen).

Auf dem Gebiet der ADHS-Forschung besteht das bedeutsamste aktuelle Projekt - gemeinsam mit Professor Franz Resch und Mitarbeitern von der Universität Heidelberg
- in der Etablierung einer multidisziplinären Langzeitstudie zur Versorgung, Entwicklungspsychopathologie und Gesundheitsökonomie der ADHS in Deutschland ("VEGA"). Bis zum Sommer 2005 gelang die Entwicklung von Studienplan und Dokumentationsbögen sowie eine Machbarkeitsprüfung in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern von Patienten- und Selbsthilfegruppen.

Weitere Projekte im Zusammenhang mit ADHS beziehen sich auf Untersuchungen zur Diagnoseprävalenz, Komorbidität, Therapiequalität und den mit der Erkrankung assoziierten direkten medizinischen Kosten. Darüber hinaus werden derzeit Studien zur Kosteneffektivität klinisch wirksamer Therapieformen der ADHS durchgeführt.

Studierende (Diplomanden und Doktoranden) sowie Projekt-partner finden weitere projektspezifische Informationen
im Downloadbereich.

Im Jahr 2005 erfolgte die Gründung von InnoValHC, einer unabhängigen gemeinnützigen Forschungseinrichtung, mit dem Ziel der Bündelung der laufenden wissenschaftlichen Projekte.